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Deutsche Schule Toulouse, Collage Bilder verschiedener Berufe
13 Apr. 2026

Schulpraktikum der 9. Klassen: Ein wichtiger Schritt in Richtung Berufsorientierung

Für unsere Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen gehört das Schulpraktikum fest zum Schuljahr. Eine Woche lang verlassen sie den Unterricht und sammeln Erfahrungen in einem Unternehmen oder einer Organisation ihrer Wahl – in Toulouse und Umgebung, in Deutschland oder auch in anderen Ländern.
Auch in diesem Jahr war die Bandbreite groß: Praktikumsplätze gab es unter anderem im Bundestag in Berlin, an der Universität Toulouse, in einem Krankenhaus in München, bei der British Antarctic Survey in Cambridge, bei Liebherr und Lidl in Deutschland, in Tierarztpraxen, Handwerksbetrieben sowie bei Airbus in Toulouse.

Interessen entdecken, Berufe erproben

Das Praktikum ist für viele Jugendliche ein erster konkreter Einblick in die Arbeitswelt. Es gibt ihnen die Möglichkeit, eigene Interessen genauer kennenzulernen, Berufsfelder aus nächster Nähe zu erleben und erste Vorstellungen von möglichen späteren Wegen zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, sich schon festzulegen, sondern darum, auszuprobieren, Fragen zu stellen und Erfahrungen zu sammeln.
Gerade die Vielfalt der diesjährigen Praktika zeigt, wie unterschiedlich die Interessen unserer Schülerinnen und Schüler sind – von Handwerk, Technik und Medizin über Forschung bis hin zu Politik und Verwaltung.

Lernen außerhalb des Klassenzimmers

Neben der Berufsorientierung stärkt das Praktikum auch wichtige persönliche und schulische Kompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich in neuen Arbeitsumfeldern, übernehmen Verantwortung, beobachten Abläufe und treten mit Fachleuten in Kontakt. Wer sein Praktikum im Ausland oder in einem mehrsprachigen Umfeld absolviert, kann zudem seine Sprachkenntnisse direkt im Alltag anwenden.
So wird das Praktikum zu einem wichtigen Baustein auf dem Weg in die Oberstufe und darüber hinaus: Es verbindet schulisches Lernen mit praktischer Erfahrung und hilft dabei, eigene Stärken und Interessen besser einzuordnen.

Erfahrungen teilen und weitergeben

Im Anschluss an das Praktikum verfassen die Schülerinnen und Schüler Berichte und stellen ihre Erfahrungen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den zukünftigen Praktikantinnen und Praktikanten vor. So profitieren auch die nachfolgenden Jahrgänge von den gewonnenen Einblicken, Erfahrungen und wertvollen Tipps.

Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zeigen, wie prägend diese Woche sein kann. Paula, die ihr Praktikum im Deutschen Bundestag in Berlin absolviert hat, hebt vor allem den zwischenmenschlichen Aspekt hervor:

„Ich habe mitgenommen, dass man immer freundlich sein sollte und auf Menschen zugehen kann. Dadurch öffnen sich einem viele Türen.“

Auch Sophia, die ihr Praktikum bei einem Optiker absolviert hat und dort vielfältige Einblicke gewinnen konnte – von Sehtests bis hin zur Gestaltung von Brillen –, blickt begeistert zurück:

„Ich war begeistert, wie viel ich bei meinem Praktikum selbst tun durfte; ich konnte wirklich in den Beruf eintauchen und erfahren, wie ein Berufsalltag aussieht. Ich werde auf diese Erfahrung aufbauen und eigenständig nach weiteren Praktikumsmöglichkeiten Ausschau halten. Im Herbst steht für mich die nächste Station in einem großen Krankenhaus in Toulouse an, auf die ich mich schon sehr freue.“